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22.10.2011 | 07:20 h

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Sport, Topmeldung

 

Crocodile Trophy #4: Jeroen Boelen gewinnt Etappe - Urs Huber bleibt Leader

Der Sieg auf der vierten Etappe der Crocodile Trophy in Irvinebank ging auf einer kurzen, jedoch schnellen Streckean Jeroen Boelen aus den Niederlanden.

Führungsgruppe mit Tagessieger Boelen (Startnr. 20)
© Regina Stanger

Start zur vierten Etappe
© Regina Stanger

Zieleinlauf
© Regina Stanger

Der Belgier Mike Mulkens war der Held des Tages, ging aber dann doch am Ende leer aus. Jeroen Boelen sprintete zum Sieg gegen den österreichischen Marathonchampion Wolfgang Krenn vom Bike Team Kaiser und dessen Landsmann Josef Benedseder. Dominant waren auch der Radprofi Kevin Hulsmans und der ehemalige Profi René Haselbacher. Huber verteidigte sein Leaderjersey erfolgreich. Für Jeroen Boelen (Milka-Trek-Bart Brentjens MTB Team) war es der erste große internationale Mountainbike-Sieg. In der 2011 Saison hatte er bereits drei Radrennen und drei MTB Rennen gewonnen.

 

Boelen und Hulsmans kennen sich gut von ihren U23-Rennzeiten, als sie beide gemeinsam bei der Radrennweltmeisterschaft in Verona 1999 fuhren. Boelen reagierte nicht sofort, als Hulsmans gleich nach dem Start attackierte. Besser gesagt, als er versuchte zu attackieren, denn Huber fuhr stak und ließ ein Abbrechen von der Gruppe nicht zu, obwohl der Belgier es zwei, drei Mal versuchte. Als der Österreicher René Haselbacher dann seine Chance gekommen sah und eine Attacke initiierte, gingen sein Landsmann Wolfgang Krenn und Mike Mulkens mit, ohne ein Eingreifen von Huber. Das kam überraschend, wo doch sowohl Krenn als auch Mulkens sehr wohl um den Gesamtsieg mit Huber kämpfen und ihm potentieller Weise das Führungstrikot streitig machen konnten.

 

Krenn sagte im Ziel, dass er nach ein paar hundert Metern entschied, bei der Hauptgruppe zu bleiben, um seine Energien zu schonen. Es sei zu früh für eine Attacke in dem Drei-Runden-Rennen gewesen. »Meiner Meinung nach war das besser und ich fühlte mich wirklich stark heute«, so Krenn nach der Etappe. »Ich versuche immer meine Kraft bis zum Schluss eines Rennen einzuteilen. Ich glaube, morgen ist mein Tag«, fügte er schmunzelnd hinzu. Mulkens und Haselbacher gingen die Attacke scharf an und waren mit einem Mal verschwunden. Und so sah auch die Verteilung des Spitzenfeldes für die meiste Zeit des Rennens aus – es waren noch 70 lange km bis zum Ziel zu dem Zeitpunkt.

 

Die Etappe war keine technische. Jedoch waren die Anstiege kurz, scharf und steil. Der Regen hatte aufgehört. Da die Etappe aus drei 27-km-Runden bestand, entwickelte sich das Renngeschehen sehr taktisch. Alle Fahrer konnten genau abschätzen wann zu attackieren und wann man sich vor dem Wind lieber in einer Gruppe verstecken sollte. »Auf den langen weiten Passagen konnten wir Mulkens und Haselbacher von Weitem sehen und beobachteten, dass Mulkens auf den Anstiegen langsamer werden musste, damit der Österreicher mitkam. So waren wir nie wirklich besorgt«, erklärte der spätere Etappensieger Boelen im Ziel. »Wir haben damit spekuliert, dass Mulkens es nicht schafft, lange alleine vorne zu bleiben. Alleine gegen den Rest von uns und die meiste Zeit gegen den Wind zu kämpfen war unmöglich, glaubten wir.«

 

»Ich habe mein Bestes gegeben«, sagte Haselbacher. »Heuer war ich nur 20 oder 30 Mal auf dem Rad, deswegen darf ich mich nicht einmal beklagen. Ich bin zuversichtlich, dass ich mit jedem Tag stärker fahren werde. Ich bin hier, um das Mountainbiken zu genießen. Ich muss gestehen, dass ich es vermisst habe, seit ich mich aus dem Radsport zurückgezogen habe.

(Quelle: )

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